Mein erster Tag in Totnes war auch gleich mein erster Arbeitstag. Um 8.00 Uhr ging es los. Ich arbeite in einem Kindergarten am Stadtrand von Totnes. Weil man mir den Schlafmangel und die Reisestrapazen doch ansah, durfte ich um 12.30 Uhr gehen. Ich hab mich erstmal hingelegt. Danach ging es gleich ab in die Schule und dann durch die Stadt.
Totnes ist traumhaft schön. Ich kann mich gar nicht satt sehen. Die alten Häuser, verwinkelten Wege und die grünen Pfade entlang des Flusses. Die Großstadthektik weicht so langsam der ruhigen und gelassenen britischen Grundeinstellung.
Nach meinem Rundgang gab es Abendbrot. Nudeln mit Soja und Pest. Dazu Salat und Rotwein. Ihr habt es vielleicht schon bemerkt, auch meine Gastfamilie ernährt sich vegetarisch. Später saßen wir dann noch im Garten und haben gequatscht. Danach war ich noch weg, wieder viel zu spät im Bett und heute wieder auf Schlafentzug. Aber ich bin ja auch nicht zum schlafen hier. Um 20.00 Uhr nehme ich am Ghost Walk teil, einem nächtlichen Stadtrundgang mit gruseligen Geschichten. Ich bin gespannt und werde berichten.
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4. August 2015
3. August 2015
29,5 Stunden
29, 5 Stunden! Genau so lange dauerte meine Busreise. Es war grausam. Die 18 Stunden fahrt (zumindest sollten es nur 18 Stunden sein) bis London starteten wir bereits mit voller Toilette. Der Bus stank, Müll lag herum. Die Busse von Eurolines sehen ja schick aus, hier wurde aber ein Fremdunternehmen eingesetzt, also: Enge Sitze, kein Strom, kein WLAN, kein Kaffee.
Nach 1 Stunde mussten sich die Kinder in den Sitzen hinter mir dann auch gleich übergeben - nun ratet mal: Keine Kotztüten da. So ging die Fahrt quer durch Deutschland. In Holland wechselte dann der Busfahrer, der neue Fahrer sprach nun endlich deutsch und sogar englisch. Er erfuhr von der, mittlerweile übergelaufenen Toilette und unternahm auch sofort etwas: Er kippte erstmal den Überlauf aus. Auf die Raststätte... Und weiter. Abgesehen von fehlendem WLAN und dem nun immer schwächer werdenden Akkus der Telefone, Tablets etc. wurde die Fahrt nun aber besser. Wir durften bei Halt sogar mal raus. Dann ab durch den Tunnel und tadaaa, Lond- Nein! Falsch gedacht. Das Radrennen in London legte gestern nämlich ganz London lahm. Alle Brücken waren gesperrt. Wir fuhren also stundenlang um die Innenstadt herum. Kurz und knapp gesagt: Statt kurzem Sightseeing durch London gab es für mich einen Sprint mit Gepäck aus dem Bus, über die erstbeste Brücke, einen Park und mehrere Straßen. Den Anschluß nach Totnes hatte ich jetzt längst verpasst. Hatte ich erwähnt, dass ich 2,5 Stunden Zeit in London eingeplant hatte? An der Victoria (Victoria Coach Station) wurden im Sekundentakt Verbindungen umgebucht, ich hatte im Nu und wirklich unkompliziert eine neue Verbindung, sollte mich aber in der Nähe aufhalten. Also 2 Stunden in der Wartehalle, war mir auch schon egal. Ich setzte mich vor dem Bahnhof in die Sonne und meditierte. Kurz hatte ich überlegt in Tränen auszubrechen, hatte ich ja schließlich nicht mal geschlafen, meditieren fand ich dann aber doch besser. Und nun das Happy End:
Der Coach nach Totnes kam pünktlich, hatte einen sehr freundlichen Busfahrer und Strom. Ich lud mein Handy auf, informierte nun endlich meine Gastfamilie über die verspätete Ankunft und schlief ein. In Totnes wurde ich gleich abgeholt, lag um 1:00 Uhr erschöpft und geduscht in meinem eigenen Zimmer in einem sehr bequemen Bett und schlief bis 6:30 Uhr durch.
Da bin ich nun also. Todmüde aber glücklich startet mein Monat in Totnes.
Nach 1 Stunde mussten sich die Kinder in den Sitzen hinter mir dann auch gleich übergeben - nun ratet mal: Keine Kotztüten da. So ging die Fahrt quer durch Deutschland. In Holland wechselte dann der Busfahrer, der neue Fahrer sprach nun endlich deutsch und sogar englisch. Er erfuhr von der, mittlerweile übergelaufenen Toilette und unternahm auch sofort etwas: Er kippte erstmal den Überlauf aus. Auf die Raststätte... Und weiter. Abgesehen von fehlendem WLAN und dem nun immer schwächer werdenden Akkus der Telefone, Tablets etc. wurde die Fahrt nun aber besser. Wir durften bei Halt sogar mal raus. Dann ab durch den Tunnel und tadaaa, Lond- Nein! Falsch gedacht. Das Radrennen in London legte gestern nämlich ganz London lahm. Alle Brücken waren gesperrt. Wir fuhren also stundenlang um die Innenstadt herum. Kurz und knapp gesagt: Statt kurzem Sightseeing durch London gab es für mich einen Sprint mit Gepäck aus dem Bus, über die erstbeste Brücke, einen Park und mehrere Straßen. Den Anschluß nach Totnes hatte ich jetzt längst verpasst. Hatte ich erwähnt, dass ich 2,5 Stunden Zeit in London eingeplant hatte? An der Victoria (Victoria Coach Station) wurden im Sekundentakt Verbindungen umgebucht, ich hatte im Nu und wirklich unkompliziert eine neue Verbindung, sollte mich aber in der Nähe aufhalten. Also 2 Stunden in der Wartehalle, war mir auch schon egal. Ich setzte mich vor dem Bahnhof in die Sonne und meditierte. Kurz hatte ich überlegt in Tränen auszubrechen, hatte ich ja schließlich nicht mal geschlafen, meditieren fand ich dann aber doch besser. Und nun das Happy End:
Der Coach nach Totnes kam pünktlich, hatte einen sehr freundlichen Busfahrer und Strom. Ich lud mein Handy auf, informierte nun endlich meine Gastfamilie über die verspätete Ankunft und schlief ein. In Totnes wurde ich gleich abgeholt, lag um 1:00 Uhr erschöpft und geduscht in meinem eigenen Zimmer in einem sehr bequemen Bett und schlief bis 6:30 Uhr durch.
Da bin ich nun also. Todmüde aber glücklich startet mein Monat in Totnes.
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